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DGB Westpfalz beteiligt sich an den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2010

Der vom Interkulturellen Rat veröffentlichte Veranstaltungskalender zu den diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus verzeichnet bundesweit mehr als 900 Veranstal-tungen in fast 300 Städten und Gemeinden. Die diesjährige Kampagne vom 15.-28. März 2010 war damit die umfangreichste und vielfältigste in der Geschichte der Aktionswochen. Insbesondere zivilgesellschaftliche Akteure wie Schulen und Volkshochschulen, Sportver-eine, Gewerkschaften, Betriebe und lokale Initiativen haben die diesjährigen Wochen gegen Rassismus mit großem Engagement und viel Kreativität zu einem Erfolg werden lassen. Immer mehr Städte und Gemeinden stellen eigene Veranstaltungsprogramme zusammen: Der Ausländer- und Integrationsbeirat der Stadt Erlangen hat zwölf Veranstaltungen initiiert und ein Zusammenschluss von Jugendeinrichtungen der Stadt Saarbrücken hat mit einem vielfältigen eigenen Programm gezeigt, dass sich insbesondere auch junge Menschen für eine weltoffene und demokratische Gesellschaft einsetzen.

Der große Erfolg der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus ist auch ein Verdienst der mehr als sechzig Kooperationspartner, Sponsoren und Unterstützer des Projekts. Die Unterstützung durch zahlreiche Unternehmen aus der gewerblichen Wirtschaft macht deutlich, dass wirtschaftliches und soziales Engagement beim Einsatz gegen Rassismus zusammengeführt werden können.

gez. Britta Graupner, Projektreferentin

Zum Hintergrund der Internationalen Wochen gegen Rassismus:

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus gehen zurück auf eine Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die im Jahre 1979 ihre Mitgliedsstaaten aufforderte, all-jährlich - beginnend mit dem 21. März - eine Woche der Solidarität mit den Gegnern und Op-fern von Rassismus zu organisieren (34/24-15/11/79). Der 21. März als „Internationaler Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung“ mahnt an das „Massaker von Sharpeville“, bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 im Township Sharpeville 69 friedliche Demonstranten erschoss, die gegen die ungerechten Passgesetze in dem Apartheid-Staat auf die Straße gegangen waren. Unter dem Eindruck dieser Gräueltat forderte die Generalversammlung die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen im Jahre 1966 auf, ihre Anstrengungen zur Überwindung jeder Form von Rassismus zu verdoppeln (Res. 2142 [XXI] vom 26. Oktober 1966).

Zusammen mit der Abteilung Internationales der TU Kaiserslautern, dem Studierendenwerk Kaiserslautern, der International School for Graduate Studies (ISGS), der Universitätsbibliothek und dem Asta der TU Kaiserslautern organisierte die DGB Region Westpfalz eine Ausstellung gegen Rassismus vom 16.03. 2010 bis 18.03.2010 an der TU Kaiserslautern.

Zur Ausstellungseröffnung am 16.03. um 18.00 Uhr begrüßten die Beteiligten etwa 50 Studierende und Interessierte, die über die ausgestellten Plakate und Informationen rege diskutierten.

Herr Harutyunyan, Vorsitzender des Beirats für Migration und Integration, Kaiserslautern ging in einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung der Auseinandersetzung mit Rassismus ein.

In Kaiserslautern findet eine weitere Veranstaltung im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus statt. 1.FC Kaiserslautern informiert beim Spiel gegen den TSV 1860 München am 28. Spieltag der 2. Bundesliga über die Internationalen Wochen gegen Rassismus und fordert dazu auf, sich innerhalb und außerhalb des Stadions gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu engagieren.

Die gelebte Demokratie in der Sozialversicherung - Die Selbstverwaltung

Uwe Haake, Betriebsrat bei Opel, Versichertenältester und Selbstverwalter in der Vertreterversammlung der Rentenversicherung Rheinland-Pfalz möchte mit seiner Darstellung Betriebs- und Personalräten, Versicherten und Interessierten ein prägnantes Nachschlagewerk zum Thema Selbstverwaltung am Beispiel der Rentenversicherung zur Hand geben. Neben der Sensibilisierung zum Thema Selbstverwaltung soll auch auf die anstehenden Sozialwahlen 2011 aufmerksam gemacht und das Wählerpotential erhöht werden. Die DGB Region Westpfalz und Uwe Haake freuen sich auf Reaktionen.

Gedanken eines Beschäftigten zur Situation in einem Krankenhaus 2009

Thomas Stauder ist Beschäftigter und Interessenvertreter eines Krankenhauses. Sein Beitrag anlässlich des ökumenischen Solidaritätsgottesdienstes am Buß- und Bettag 2009 in der protestantische Alexanderkirche in Zweibrücken: "Junge und Ältere GEMEINSAM und AKTIV durch die Krise" hat er uns zur Verfügung und zur Diskussion gestellt. Die DGB Region Westpfalz und Thomas Stauder freuen sich auf Reaktionen.

In den vergangenen Jahren hat eine Gesundheitsreform die nächste gejagt, die Krankenhausfinanzierung wurde entscheidend umstrukturiert, weg von den Pflegesätzen, die pro Tag Verweildauer des Patienten gezahlt wurden, hin zu den sogenannten DRG’s, der Abrechnung nach Diagnosen. Steigerungen im Bereich der Energie-, Personal- und Sachkosten wurden für die Krankenhäuser nicht ausgeglichen, die Krankenhäuser mussten sogar noch einen Sanierungsbeitrag an die Krankenkassen bezahlen. Auch die Finanzkrise mit Haushaltskürzungen und Arbeitsplatzabbau, hat zu drastisch steigender Arbeitsbelastung und sinkenden Einkünften in den Gesundheitssystemen geführt.

Seitdem für die Pflege nicht mehr das Prinzip der Kostendeckung gilt und immer mehr private Anbieter auf den Markt drängen, hat es im Pflegebereich einen Wandel zur Kommerzialisierung gegeben: "Mit Sozialem lässt sich Geld machen." Der Preiskampf wird auf dem Rücken der Pflegekräfte ausgetragen und geht zu Lasten der Qualität.

Früher hat der Mensch im Mittelpunkt der Pflege gestanden, heute ist der Kranke das Mittel, um Geld zu verdienen, Wettbewerb ist das große Stichwort. Es heißt zwar, dass es um die Klienten geht, tatsächlich ist aber vielfach der wirtschaftliche Erfolg die treibende Kraft. Der Fachkräftemangel lässt sich auch nicht mehr durch Pflegepersonal aus dem Ausland auffangen: Kaum jemand will noch in der Pflege arbeiten.

Während die Anforderungen ständig steigen, sinken gleichzeitig die Löhne: Welche Pflegekraft kann von ihrem Einkommen noch eine Familie ernähren? Ist die Pflege überhaupt noch ein vollständiger Beruf oder längst ein Aushilfsjob? Diese Fragen betreffen die ganze Gesellschaft: Die Gesundheit gilt als unser höchster Wert, nur über die Kosten möchte niemand reden. Jeder einzelne muss sich fragen, was er bereit ist, einzusetzen: Nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Mitmenschen. Und diesen Fragen müssen sich auch unsere Politiker stellen.

Laut der aktuellen Krankenhausstatistik des Statistischen Bundesamtes ist die Verweildauer der Krankenhauspatientinnen und -patienten in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Sie sank von 14 Tagen im Jahr 1991 auf 8,3 Tage im Jahr 2007.

Die Zahl der Kliniken ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich geschrumpft. Gab es 1991 noch 2 411 Einrichtungen in Deutschland, lag diese Zahl im Jahr 2007 bei nur noch 2 087. Dies entspricht einem Rückgang um 13 Prozent während der letzten 16 Jahre. Gründe sind Schließungen und Fusionen.

Auch die Struktur der Kliniklandschaft hat sich verändert. Der Anteil der privaten Einrichtungen ist seit 1991 stetig gestiegen und hat sich bis 2007 auf insgesamt 30 Prozent (620 Einrichtungen) verdoppelt. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der öffentlichen Krankenhäuser auf 433 Einrichtungen, ihr Anteil ging von 46 Prozent auf 32 Prozent zurück. In freigemeinnütziger Trägerschaft befinden sich 38 Prozent der Kliniken.

Deutliche Strukturverschiebungen gab es auch beim Krankenhauspersonal. Waren im Jahr 1991 rund 95 000 Vollkräfte im ärztlichen Dienst tätig, stieg diese Zahl bis 2007 um über 32 Prozent auf 126 000 Vollkräfte.

  Gegenläufig ist die Entwicklung beim nichtärztlichen Dienst. Hier ging die Anzahl der Vollkräfte um 13 Prozent auf 666.000 zurück. Davon waren 298.325 im Pflegedienst beschäftigt.

Insgesamt wurden 114.000 Vollzeitkräfte in der Krankenpflege in den bettenführenden Bereichen im Zeitraum von 16 Jahren abgebaut. Dabei hat sich die Fallzahl der stationär behandelten Patienten deutlich (+2.659 je 100.000 Einwohner) erhöht.  

Die Belastungszahl des Pflegedienstes nach Fällen stieg in den allgemeinen Krankenhäusern in den vergangenen elf Jahren von 48 Patienten auf 61, was einem Plus von 29 Prozent entspricht.

Wie Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, kann der absehbare demografische Wandel in Deutschland zu etwa 58% mehr Pflegebedürftigen und 12% mehr Krankenhausbehandlungen im Jahr 2030 im Vergleich zu heute führen.

Die Zahl der Pflegebedürftigen dürfte von 2,1 Millionen auf 3,4 Millionen und die in Krankenhäusern behandelten Fälle von 17 auf 19 Millionen steigen.

Die veränderte Bevölkerungsstruktur dürfte zukünftig zu einem deutlich höheren Anteil älterer Pflegebedürftiger führen: Während heute 53% der Pflegebedürftigen 80 Jahre und älter sind, könnten es im Jahr 2030 rund 65% sein.

Bei der Entwicklung der Behandlungsfälle in Krankenhäusern ergibt sich ein differenzierteres Bild. Zwar zeigt auch hier die deutliche Verschiebung der Altersstruktur bis 2030 einen Anstieg um insgesamt 2 Millionen Behandlungsfälle, bei den einzelnen Behandlungsfeldern gibt es jedoch sehr unterschiedliche Entwicklungen. Typische mit dem Alter verbundene Krankheiten wie Herz-/Kreislauferkrankungen  und Krebserkrankungen dürften bis 2030 stark an Bedeutung gewinnen. Dagegen werden mit der Geburt verbundene Krankenhausaufenthalte zurückgehen.

Im internationalen Vergleich schneiden die deutschen Krankenhäuser sehr gut ab.

Das sagt die Unternehmensberatungsfirma McKinsey.

Im Vergleich zu anderen Ländern gibt Deutschland für die Krankenhausversorgung pro Einwohner weniger aus als fast alle anderen Länder. Nirgendwo sind die Kosten pro Fall geringer als in Deutschland (Deutschland 3.908 Euro, Durchschnitt der Industrieländer 6.942 Euro).

Das Personal schuftet hart, billig und sehr produktiv. Beim Pflegepersonal ist Deutschland das Land mit der höchsten Personalproduktivität aller Industrieländer.

Bei den Ärztinnen und Ärzten liegt Deutschland auf Platz zwei.

Beim medizinisch-technischen Dienst liegt Deutschland im Durchschnitt.

Bei den Servicediensten (Speiseversorgung, Wäscherei, Reinigung) und der Verwaltung seien die deutschen Krankenhäuser »auffallend produktiv«.

Die niedrigen Fallkosten in Deutschland beruhen aber nicht nur auf der knappen Personalausstattung, sondern auch auf niedrigen Löhnen. McKinsey wörtlich: Wenngleich die Beschäftigten in deutschen Krankenhäusern sehr viel leisten, verdienen sie keineswegs mehr als ihre Kollegen im Ausland.

Im Gegenteil: Die höchste Produktivität geht einher mit dem niedrigsten Gehaltsniveau. Bei der Pflege liegt Deutschland mit 37.000 Euro pro Jahr im unteren Drittel der Industrieländer.

Nach einer OECD – Studie gibt es in Finnland, Frankreich, Österreich, Irland, der USA und der Schweiz 50 Prozent mehr Pflegekräfte als in Deutschland, die technische Hochschule Hannover meldet, dass bei uns 70 000 Pflegestellen in Krankenhäusern fehlen.

 Die angespannte Personalsituation in der Krankenhauspflege wirkt sich bereits auf die Patientenversorgung und -sicherheit aus. Die Anzahl der Beschwerden von Patienten und Angehörigen über die Versorgung nimmt in jedem fünften Krankenhaus zu. 40 Prozent der Befragten einer Studie des deutschen Instituts für Pflegeforschung rechnet zukünftig nicht mit einer Verbesserung der pflegerischen Qualität der Patientenversorgung. Ein weiterer Stellenabbau wird erwartet.

Die Umstellung der Finanzierungsgrundlagen für die Krankenhäuser und neue Tarifsysteme führen auch zu einem Absinken der Einstiegsgehälter des Pflegepersonals und auf Dauer zu einer Überalterung der Belegschaft. Zugleich wird in den Krankenhäusern eine Debatte geführt, dass die Pflege zukünftig Teile ärztlicher Tätigkeiten übernehmen soll. Wie das bei der beschriebenen steigenden Arbeitsbelastung in der Pflege und dem weitergehenden Stellenabbau erreicht werden kann, ist eine besondere Herausforderung.

Pflegekräfte in Krankenhäusern, stationärer Altenhilfe und ambulanter Pflege müssen zu viele Patienten gleichzeitig versorgen. Hohe Risiken für Patienten und Bewohner, Versorgungsdefizite und fehlende Zeit für Zuwendung sind die Folgen. Diejenigen, die Kranke und Hilfsbedürftige pflegen sollen, werden selbst krank durch ständige Überlastung. Befristete Arbeitsverträge, schlechte Bezahlung und mangelnde Anerkennung demotivieren zusätzlich und lassen die Pflege zu einer der  unattraktivsten Branchen für Schulabgänger werden.

Wenig Interesse am Pflegeberuf bei jungen Leuten hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe ausgemacht.

Diese Bilanz zieht der Verband nach Abschluss der fünfwöchigen Ausstellung „Pflege – Bilder – Perspektiven: Berufe mit Menschen“ im Haus der Gesundheitsberufe Berlin. Mehrere Hundert Realschüler und Gymnasiasten haben die Ausstellung besucht und über Arbeitsfelder, Ausbildung, Berufsalltag und Perspektiven in der Pflege mit DBfK - Vertretern diskutiert. „Kaum eine/r dieser Jugendlichen zieht einen pflegerischen Beruf in Betracht, allenfalls als nachrangige Option, wenn im Wunschberuf kein Ausbildungsplatz erreicht werden kann. Dies bestätigte die Ergebnisse vielfältiger Umfragen (z.B. des DGB), nach denen unter den 25 meistgenannten nichtakademischen Wunschberufen die Pflege nicht vorkommt. Der DBfK fordert jetzt, den Pflegeberuf durch bessere Arbeitsbedingungen deutlich attraktiver zu machen. Nur so besteht die Chance, auch künftig noch genügend Fachkräfte für eine gute Versorgung der alternden Bevölkerung zur Verfügung haben.

Wir brauchen eine Personalausstattung in allen Versorgungsbereichen, die eine qualitativ hochwertige und dem Bedarf angemessene pflegerische Versorgung gewährleistet.

• Wir benötigen eine Vergütung der Pflegefachkräfte, die den Anforderungen und Belastungen angemessen ist.

• Wir brauchen Arbeitsbedingungen, die es möglich machen, unseren Beruf wieder mit Freude und Stolz und möglichst ein Leben lang auszuüben.

• Wir sind keine Lückenbüßer und Dispositionsmasse für ungeliebte Tätigkeiten anderer Berufe!

• Wir erwarten Respekt und Anerkennung für die Leistung, die wir für den Behandlungserfolg erbringen.

• Wir fordern die Bundesregierung auf aktiv zu werden, um die pflegerische Versorgung der Bevölkerung auf Dauer sicherzustellen.

Abschließend noch ein Zitat der britischen Krankenpflegerin Florence Nightingale

"Krankenpflege ist keine Ferienarbeit. Sie ist eine Kunst und fordert, wenn sie Kunst werden soll, eine ebenso große Hingabe, eine ebenso große Vorbereitung, wie das Werk eines Malers oder Bildhauers. Denn was bedeutet die Arbeit an toter Leinwand oder kaltem Marmor im Vergleich zu der am lebendigen Körper, dem Tempel für den Geist Gottes?"


 

 

 



Zum Artikel der Rheinpfalz heute. 17 Februar 2009 zum lesen anklicken

Demo am 14 Februar 2009 Solidarität mit den Beschäftigten bei Coca-Cola Kaiserslautern

Demonstration am 14. Februar 2009

Eine riesigen Zuspruch fand der Aufruf der Gewerkschaft Nahrung Genuss und Gaststätten für die Arbeitsplätze der Beschäftigten der Coca-Cola in Kaiserslautern zu demonstrieren. Mit einem Demonstrationszug der vom Bahnhof über die Eisenbahnstraße zum Platz vor der Stiftskirche führte,  brachten weit über 1500 Menschen ihren Unmut über die Pläne der Coca-Cola Oberen in Berlin, die Produktion in Kaiserslautern schließen zu wollen zum Ausdruck. Delegationen aus vielen deutschen Coca-Cola Standorten von Bendorf über Münster bis zur NGG Verwaltungsstelle Hannover sind nach Kaiserslautern gekommen um Solidarität zu zeigen. Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der NGG unterstütze die Kaiserslauterer Kolleginnen und Kollegen bei Opel und kündigt an auch in Berlin vor der Coca-Cola Zentral zu demonstrieren wenn der Vorstand die Erhaltung des Standortes nicht realisiere. Hans Jürgen Hinzer Arbeitskampfleiter des NGG-Vorstands feuerte die Demonstranten immer wieder mit dem Motto der Demonstranten an, „heute eine Demo in Kaiserslautern, morgen in Berlin und übermorgen in Atlanta“ wurde laut wieder und wieder gerufen. Aus der Region waren Vertreter aus anderer Betrieben und Gewerkschaften mit dabei. Thorsten Zangerle, Vertrauensleutesprecher der IG-Metall Kolleginnen und Kollegen von Opel-Kaiserslautern, übergab dann auch Alfons Bosle, Vorsitzender des Betriebsrates der Coca-Cola Kaiserslautern mehr als 2500 Solidaritätsunterschriften der Opel-Beschäftigten in Kaiserslautern. Aus der Politik überbrachten Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel, Landrat Rolf Künne, die Bundestagsabgeordneten Gustav Herzog (SPD) und Alexander Ulrich (Die Linke), sowie Christian Baldauf für die CDU  Solidaritätsadressen Pfarrer Gerd Kiefer fordert für die Kirchen in der Region das Unternehmen auch sozial Verantwortung zu übernehmen haben und verurteilte die Schließung der Produktion aus reiner Profitgier.
Michael Detjen überbrachte die Grüße der anderen Gewerkschaften der Region und freute sich über die Solidarität die Jutta Steinruck für die Gewerkschafter/innen der Vorder- und Südpfalz überbrachte. Anschließend verwies er auf die Kaiserslauterer Erklärung, in der Vertreter aus Politik, Kirchen, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften keine Entlassungen für das Jahr 2009 in der Region fordern. „Kaiserslauterer Coca-Cola Beschäftigte sind keine Wanderarbeiter, die täglich 150, 180 km fahren können um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Es ist ein Ablenkungsmanöver wenn die Coca-Cola Vorstände den Menschen „Ersatzarbeitsplätze“ in Frankfurt, Mannheim oder Karlsruhe anbieten, in Wirklichkeit kann sich ein Arbeiter der Netto 1200-1600 Euro bekommt nicht leisten allein für die dann weit über 3000 Km Fahrleistung monatlich 400 oder mehr Euro in Benzin zu investieren mal abgesehen von den schlechten ÖPNV Verbindungen ist es ökologischer Unsinn die Beschäftigten aus der Westpfalz nach irgendwo fahren zu lassen und gleichzeitig die Getränke von irgendwo nach Kaiserslautern zu bringen.“ so seine Position.

Oberbürgermeister Klaus Weichel setzt sich für die Beschäftigten in Kaiserslautern ein Die Demo zieht los die Demo in der Eisenbahnstraße Politiker aus allen Fraktionen des Kaiserslauterer Stadtrates beim Start der Demo Joachim Reidenbach Betriebsrat bei Coca-Cola Oberbürgermeister Klaus Weichel Jutta Steinruck und Gustav Herzog beim Abmarsch der Demo Pfarrer Gerd Kiefer


Bericht im SWR-Rheinland-Pfalz Aktuell

http://www.swr.de/videos-audios/videos/-/id=1143938/did=4378890/pv=video/gp1=4507666/nid=233240/129b749/index.html


Solidarität mit den Beschäftigten bei Coca-Cola Kaiserslautern

Solidarität mit den Beschäftigten bei Coca-Cola Kaiserslautern

Solidaritätsadresse des DGB Westpfalz und Vorder- und Südpfalz an die Kolleginnen und Kollegen im Coca -Cola Werk Kaiserslautern – 23.1.2009 Eure Arbeitsplätze im Coca-Cola Werk in Kaiserslautern müssen erhalten bleiben. Kaiserslautern schreibt schwarze Zahlen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werk haben bis heute ihren Job getan. Wir alle bangen mit Euch darum, wie in Berlin über die Zukunft des Produktionsstandortes entschieden wird. Wir hoffen mit Euch, dass die Produktion in Kaiserslautern auch nach 2009 weitergeht. Als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wehren wir uns gegen eine Unternehmensphilosophie, in der die Arbeit tausender Beschäftigter nichts mehr zählt, weil es auch billiger geht. Weil die gleichen Anlagen z.B. im Ausland billiger produzieren können, weil die Wirtschaftlichkeit trotz schwarzer Zahlen noch erhöht werden kann. Die aktuelle Wirtschaftskrise bietet den idealen Hintergrund für solche Umstrukturierungen. Mit SOZIALER Marktwirtschaft oder sozialer Verantwortlichkeit hat das nichts mehr zu tun. Wir werden uns mit Euch nach allen Kräften dafür einsetzen, dass das Werk in Kaiserslautern, dass Euer Arbeitsplatz, bleibt!

Mit solidarischen Grüßen

Jutta Steinruck DGB Vorder- und Südpfalz,
Michael Detjen DGB Westpfalz
Alfons Bosle BR-coca-cola
Holger Winkow NGG unterstützt die Beschäftigten bei Coca-Cola
Joachim Reidenbach stv. BR-Vorsitzender

Die Beschäftigten bei Coca-Cola kämpfen für ihre Arbeitsplätze

Am 24.1. trafen sich Abends einige hundert Menschen die Ihre Solidarität mit den Beschäftigten bei Coca-Cola mit Lebenslichtern zum Ausdruck brachten. Darunter waren viel Gewerkschafter/innen aber auch Vertreter der Stadtratsfraktionen der CDU und der SPD sowie der Bundestagsabgeordnete der Linken Alexander Ulrich. Betriebsrat Alfons Bosle, Gewerkschafter Holger Winkow sprachen zu den versammelten Unterstützern. DGB-Vorsitzender Michael Detjen überbrache auch die Grüße seiner "Amtsschwester" aus Ludwigshafen Jutta Steinruck.

Kerzen für den Standort Kaiserslautern Alfons Bosle Holger Winkow Holger Winkow Brigitte Rinder Stadträte

MdB Alexander Ulrich Thorsten Peermann Brigitte Rinder Holger Winkow

Coca-Cola Beschäftigte kämpfen um ihre Arbeitsplätze, Ministerpräsident Kurt Beck unterstützt sie dabei

Coca-Cola Beschäftigte kämpfen um ihre Arbeitsplätze, Ministerpräsident Kurt Beck unterstützt sie dabei



Wie sonst kein anderer Ministerpräsident unterstützt Kurt Beck die Bschäftigten bei Coca-Cola im Kampf um ihr Arbeitsplätze. Während in Berlin in der Einigungstelle verhandelt werden Unterstützen viele Kaiserslauterer und Rheinland-Pfälzer die Aktionen der Beschäftigten bei Coca-Cola.

Ministerpräsident Kurt Beck solidarisch mit den Beschäftigten bei Coca-Cola Jutta Steinruck MdEP spricht zu den Coca-Cola Beschäftigten
Alfred Klingel Betriebsratsvorsitzender bei Opel Kaiserslauern und Vorstandsmitglied der IG Metall spricht Bodo Olitzsch IG-Bau überbringt die solidarischen Grüße der Bau-Leute
Kollegen von Opel, GKN und Powertrain sind solidarisch Norbert Kepp, Thorsten Zangerle und Alfons Bosle wundern sich über einen Antrag der Geschäftsleitung


Berlin 16.5.2009

Berlin 16.5.2009 Über 100 000 Menschen demonstrieren für Konsequenzen aus der Krise die Verursacher müssen Zahlen ! Für ein soziales Europa !

Berlin 16.5.2009 Über 100 000 Menschen demonstrieren für Konsequenzen aus der Krise die Verursacher müssen Zahlen ! Für ein soziales Europa! Ein einfaches weiter so darf es nicht geben! Banker und andere Verantwortlich, die ja mehr als einmal eben mit dieser Verantwortung und der Bereitschaft sie zu übernehmen ihr exorbitanten Gehälter zu rechtfertigen versuchen, dürfen nicht mit Boni und Abfindungen belohnt werden wenn sie wie geschehen versagt haben.

Im Bus unterwegs... Am frühen Morgen eine Pause angekommen in Berlin angekommen in Berlin Eugen war schon da ... angekommen in Berlin Berlin lasst uns nicht im Regen stehen auf dem Weg an die Spitze der Demo an der Spitze VW-Gesetz für alle der Marsch zur Siegessäule die Mainzer ... der IGR in Berlin nach der Demo

1. Mai 2009 Bilder von Demo und Volkspark

1. Mai 2009 Bilder von Demo und Volkspark

1200 Menschen auf der Demo und im Volkspark. Bei sonnigem Wetter ein rundherum gelungenes Fest.Mai-Redner war Michael Blug von verdi. Rheinland-Pfalz, für die Stadt sprach die Bürgermeisterin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt. Gerd Kiefer und Thomas Eschbach hielten den ökumenischen Gottesdienst, Stände der Gewerkschaften rundeten das Bild ab

Die Demo beginnt Demozug durch KL Demozug durch KL Der Vorsitzender des C-Kadett Clubs Walter Frank und Lothar Sorger Im Volkspark Kaiserslautern Das Kolping Blasorchester

Betriebsversammlung bei Coca-Cola Kaiserslautern 24.4.2009

Betriebsversammlung bei Coca-Cola Kaiserslautern 24.4.2009 mit Ministerpräsident Kurt Beck

Auf der Betriebsversammlung am 24.4. 2009 kam der Ministerpräsident Kurt Beck auf Einladung des Betriebsrates. Er versicherte den Beschäftigten seiner Unterstützung und Solidarität. Überzeugt vom Standort Kaiserslautern bot er dem Management weitere Unterstützung an, sofern sich das Management für den Standort entscheidet. Für den Fall Standort sichernder Investitionen wurde die ständige Unterstützungsbereitschaft aller Rheinland-Pfälzischen Ministerien noch einmal angeboten. Oberbürgermeister Klaus Weichel machte ebenfalls noch einma deutlich das die Region alles tun wird um die Arbeitsplätze in der Region zu halten. Er hat sein Kontakte in den amerikanischen Senat genutzt um in Atlanta für die Unterstützung der Kaiserslauterer Produktion zu werben. Er verwies darauf das es ein Unding wäre, würde in der größten amerikanischen Präsens ausserhalb der USA die Produktion von Coca-Cola eingestellt.

Ministerpräsident Kurt Beck kommt Coca-Cola muss in Kaiserslautern bleiben Ministerpräsident Kurt Beck macht Mut Kollegen von Opel unterstützen die Coca-Cola Beschäftigten

Hier die Pressemitteilung der NGG im Wortlaut:

Neustadt an der Weinstraße, 24. April 2009 –
„Die Solidarität von Kurt Beck macht den Beschäftigten nicht nur Mut, ihren Kampf um Verteidigung der Abfüllung von Coca-Cola in Kaiserslautern fortzusetzen, sondern gibt ihnen neue Hoffnung, dass sie sich gegen die Vernichtung von Arbeitsplätzen erfolgreich wehren können“, erklärt Holger Winkow, Geschäftsführer der Region Pfalz der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Wir sehen alleine schon in dem Besuch des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten ein deutliches Zeichen, dass es mit vereinten Kräften und breiter Unterstützung der Öffentlichkeit gelingen kann, den hiesigen Coca-Cola-Standort vor dem Aus zu schützen.“

Kurt Beck hatte heute an der Betriebsversammlung der Beschäftigten von Coca-Cola teilgenommen. Dabei äußerte er sein Unverständnis für die Verlagerung der Produktion von Kaiserslautern nach Mannheim. Wenn Coca-Cola dort abgefüllt und nach hier transportiert werden solle, dann sei dies nicht nur unter sozialen Gesichtpunkten, sondern auch ökologisch wenig sinnvoll. Deshalb habe er bereits nach Berlin an die
Deutschland-Zentrale und an die Konzernleitung in Atlanta in den USA geschrieben, er setze sich dafür ein, dass Coca-Cola in Kaiserslautern bleibe.

„Der heutige Protest hat erneut deutlich werden lassen, dass es bei dem Widerstand der Belegschaft nicht nur um ein betriebs- oder unternehmensspezifisches Zukunftskonzept, sondern um den Erhalt von räumlich nahen Arbeitsplätzen mit auskömmlichem Einkommen
geht“, so Holger Winkow, „Billigjobs und Lohndumping gibt es hier schon genug. Deshalb sind Arbeitsplätze bei tarifvertraglich gebundenen Unternehmen wie Coca-Cola für die Westpfalz unverzichtbar und unersetzbar. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.“

Neben dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten sprachen auch der Oberbürgermeister von Kaiserslautern, Dr. Klaus Weichel, und der Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE, Alexander Ulrich, zu den Beschäftigten Coca-Cola. Zusammen mit Kurt Beck riefen sie zur Teilnahme an der Protestkundgebung der NGG am Samstag, dem 9. Mai 2009, vor der Coca-Cola-Zentrale in Berlin auf.

Nähere Informationen: Holger Winkow

Warnstreik am 8. Februar 2010

Warnstreik am 8. Februar 2010 am Montag, 8. Februar 2010, findet ganztägig ein Warnstreik der Gewerkschaften im öffentlichen Dienst in Worms statt. Die Abfahrt der Busse aus der Westpfalz: Kaiserslautern, Messeplatz, Abfahrt 9:15 Uhr Pirmasens, Wasgauhalle, Abfahrt 8:45 Uhr Rückfahrt der Busse ab Worms: ca. 13.45 Uhr Solidarität ist erwünscht.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Montag, 8. Februar 2010, findet ganztägig ein Warnstreik der Gewerkschaften im öffentlichen Dienst in Worms statt.

Die Abfahrt der Busse aus der Westpfalz:

Kaiserslautern, Messeplatz, Abfahrt 9:15 Uhr

Pirmasens, Wasgauhalle, Abfahrt 8:45 Uhr

Rückfahrt der Busse ab Worms: ca. 13.45 Uhr

Solidarität ist erwünscht.

Sowohl in Pirmasens als auch in Kaiserslautern sind noch einige Plätze frei.

Falls ihr mitfahren möchtet, bringt Fahnen mit und meldet euch am Montag bei den Busverantwortlichen.

Ein angenehmes Wochenende

WarnstreikAufruf08032010verdi

Unsere Gruppe bei Wer-kennt-wen